koBib - kooperative Bibliografie

 

Bibliografische Daten zur kritischen Geschichte

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Über koBib

Die "kooperativen Bibliographie zur kritischen Geschichte" - koBib - ist eine Plattform um Literatur zur kritischen Geschichte kooperativ zu verwalten, teilen und zu vernetzen. Dadurch wird der Literaturnachweis zur „kritischen Geschichte“, angesiedelt zwischen Wissenschaft und politischem Engagement, deutlich verbessert. Zugleich bietet die Literaturdatenbank insbesondere freien Archiven die Möglichkeit, Arbeiten, die auf Basis ihres Bestands entstanden sind, einfach und frei zugänglich nachzuweisen. koBib ist seit Mai 2009 online.

Projektgrundlagen

Graue Literatur in der kritischen Geschichte

"Kritische Geschichte vertritt die Auffassung, dass die historische Analyse der Gesellschaft dazu beitragen soll, Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdungâ sei es durch Ökonomie, Rassismus oder Geschlecht - zu überwinden." [http://kritischegeschichte.wordpress.com/about/, Stand 29.3.2012] Kritische Geschichte ist keine rein akademische Geschichtswissenschaft. Sie findet zwar auch an Universitäten eine Nische und artikuliert sich in Zeitschriften und Sammelwerken der traditionellen Geschichtsschreibung. Eine kritische Geschichte verhält sich aber nicht nur kritisch zu ihren Gegenständen, sondern auch gegenüber traditionellen Wissenschaftsstrukturen und publiziert oft abseits der Kanäle traditioneller Geschichtsschreibung. Allerdings wird sie dadurch auch nicht systematisch von den Nachweissystemen erfasst und ist über systematische Bibliotheksrecherche kaum auffindbar. Da entsprechende Publikationen in den Nachweissystemen des Buchhandels und der Nationalbibliothek nicht systematisch erscheinen, werden sie von Bibliotheken nur in Ausnahmefällen erworben und sind damit auch nicht über Kataloge und bibliografischen Datenbanken erschlossen. Beiträge in linken Zeitschriften, Broschüren und auf Internetseiten gehen somit quasi verloren.

Das Lesen und Zitieren von Arbeiten, die bereits erstellt wurden, erleichtert aber neue Arbeiten und verhilft den bestehenden zu mehr Sichtbarkeit. Deshalb gibt es mit der koBib ein Nachweissystem zum thematischen Schwerpunkt „kritische Geschichte“. Es verbessert die Informationsversorgung und Vernetzung dieser geschichtswissenschaftlichen Richtung.

Kritsiche Geschichte Open Access

Neben dem Nachweis sind die Originaltexte oft schwer zu beschaffen, da sie über die normale Bibliotheksfernleihe oder Dokumentlieferdienste nicht angeboten werden (wenn sie sich bspw. nur im Bestand eines kleinen freien Archivs befinden). Die koBib-Plattform kann zugleich für Open Access-Publikationen genutzt werden.

Freie Archive sichtbarer machen

Die Bedeutung freier Archive spiegelt sich auch in den Publikationen, die auf Basis ihres Bestands entstanden sind. Ein gemeinsamer Nachweis dieser Arbeiten ermöglicht den Archiven einen einfachen und öffentlichkeitswirksamen Überblick über die bei ihnen entstandenen Arbeiten. Durch die mögliche Zusammenführung der Daten verschiedener freier Archive wird zudem erkennbar, in welchen Arbeiten die Bestände verschiedener Archive genutzt werden. Daraus können sich weitere Fragestellungen und Ansätze für künftige Arbeiten ergeben. Zudem wird Nutzerinnen und Nutzern, die nach bestimmten Themen in der Datenbank suchen, über die systematische Erschließung sofort mitgeteilt, wo sich Quellen zu ihrem Thema befinden. (z.B. hier die Publikationen, die bei uns entstanden sind)

Umsetzung

Die kooperative Bibliographie wird in Anknüpfung an das existierende Netzwerk zur kritischen Geschichte aufgebaut. Hier existieren ein Blog, ein Wiki und eine aktive Mailingliste. Die Bibliographie ist hierzu ein eigenständiges aber komplementäres Angebot des Freiburger Archiv Soziale Bewegungen und wurde im Design an Blog und Wiki angepasst. Die koBib ist frei im Web verfügbar und offen für Mitarbeit von interessierten.

Einsatz des Literaturverwaltungssystems Aigaion

Die Bibliographie wird mit dem Programm „Aigaion“ betrieben. Es handelt sich dabei um ein php/mysql-basiertes Contentmanagementsystem zur kooperativen Literaturverwaltung. Das Programm erlaubt die strukturierte Speicherung und Recherche bibliographischer Daten nach gängigen Standards (BibTex, RIS). Literaturlisten können von angemeldeten Nutzerinnen und Nutzern systematisch strukturiert und über Schlagworte/Tags erschlossen werden. Die eingetragenen Titel werden in einer gemeinsamen systematischen Struktur abgelegt und sind für alle Nutzerinnen und Nutzer des Angebots nach individuellen Recherchekriterien in Austauschformaten oder als formatierte Literaturliste auch ohne Anmeldung abrufbar.

Das System erlaubt auch die Speicherung von Dateien, die die eigentlichen Inhalte enthalten. Es eignet sich somit auch als Dokumentenserver und stellt einen zusätzlichen Service dar. Allerdings kann zunächst noch keine Garantie für die Langzeitarchivierung übernommen werden.