Publikationen des Archivs

Laufende Publikationen

Chronologie. Materialien zur Protestgeschichte. Archiv Soziale Bewegungen e.V. (Hrsg.). CD-ROM. Für alle Systeme geeignet.
Erscheint vierteljährlich
- bis 1989 als Papierausgabe -
Bezugsbedingungen erfahren Sie auf Anfrage.

Kassiber. Schwerpunkthefte zu Freiburger Bewegungen.
 

Reihe: Materialien zur Protestgeschichte

Freiburger Studenten Zeitung : kommentierte digitale Gesamtausgabe 1951-1972. Archiv Soziale Bewegungen Freiburg und Rektorat der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Hg.) jos fritz verlag, 2012.
Einzelpreis 15.00 €

Nai hanmer g'sait! Kein Atomkraftwerk in Wyhl und anderswo!. Archiv Soziale Bewegungen (Hg.). (Materialien zur Protestgeschichte Sonderausgabe). Freiburg i. Br. 2005. 1 CD-ROM.
Einzelpreis 15.00 €

Kein Tag ohne KTS! Das Freiburger Autonome Zentrum seit 1994. Archiv Soziale Bewegungen (Hg.). (Materialien zur Protestgeschichte 11). Freiburg i. Br. 2004. 1 CD-ROM.
Einzelpreis 11.00 €

Gleich wird's grün. Freiburger Fahrpreiskämpfe 1968. Lars Müller. Archiv Soziale Bewegungen & Stadtarchiv Freiburg (Hg.). (Materialien zur Protestgeschichte 2). Freiburg im Breisgau : Jos-Fritz-Verl. 2003. 1 CD-ROM + Blegleitheft (32 S.). ISBN 3-928013-26-2.
Einzelpreis 15.00 €

AZ was Sonst? Archiv Soziale Bewegungen (Hg.). (Materialien zur Protestgeschichte 1). 2. erw. und überarb. Auflage. Freiburg i. Br. 2004. 1 CD-ROM.
Einzelpreis: 15.00 €

Bestellen: Bestellformular drucken | E-Mail-Formular | E-Mail an: ArchivSozialeBewegungen@gmx.de
 

Weitere Publikationen

Frank Böckelmann: Die schlechte Aufhebung des autoritären Charakters. 1966. Reprint.

Wilhelm Burian: Sexualität Natur Gesellschaft. 1972. Reprint.

Flüchtlingsarbeit und Antirassismus im Dreyeckland. Hrsg. Projekt TRANSIT & Archiv soziale Bewegungen mit Unterstützung der Stiftung MITARBEIT. 213 Seiten, 12,-- DM

Buch- und Schallplattenantiquariate im Dreyeckland. Broschüre, 48 Seiten, 3,-- DM

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Chronologie

Jedes Quartal dokumentiere wir in der Chronologie die aktuelle graue Literatur aus der Region Freiburg. Somit publizieren wir nicht nur fortlaufend Schriftstücke der sozialen Bewegungen - wir geben auch einen Überblick, wie sich die sozialen Konflikten im Freiburger Raum entwickeln. Neben dem Inhaltsverzeichnis, das nach Systematikpunkt und Monat gegliedert ist, ziert eine begleitende Pressebibliographie sowie eine Kurzkommentierung der sozialen Ereignisse dieses mal wuchtige, mal bescheidene Konvolut.

Seit 1998 wird die Chronologie als CD-ROM herausgegeben; dieser Medienwechsel hat bei unseren Abonnenten, zu denen unter anderem Einrichtungen wie die University of Berkeley, California oder der Forschungsschwerpunkt Neue Soziale Bewegungen an der Freien Universität Berlin zählen, großen Anklang gefunden. Einen kleinen Einblick in den Aufbau der Chronologie-CD können Sie übrigens hier finden. Die Bezugsbedingungen erfahren Sie auf Anfrage.
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Kassiber

Im Kassiber, der leider immer noch bloß unregelmäßig herausgegeben werden kann, formulieren wir Thesen zu sozialen Bewegungen und berichten über längst veressene Protestbewegungen in Freiburg. So stießen wir etwa bei der interessanten Lektüre der Freiburger Studentenzeitung - sie erschien von 1951 bis 1970 und ist bis auf die ersten drei Jahrgänge nahezu komplett vorhanden - auf die wohl erste Demonstration in Freiburg der Nachkriegszeit. Die studentische Aktion richtete sich gegen die Aufführung des Kinofilms Hanna Aron des berühmten Nazi-Regisseurs Veith Harlan und endete in einer wüsten Prügelorgie der Ordnungskräft.
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Freiburger Studenten Zeitung

Eine der bedeutendsten westdeutschen Studentenzeitungen aus den 1950er und 1960er Jahren, die Freiburger Studentenzeitung (FSZ), wurde von uns digitalisiert und nun in einer zeitgemäßen Form als DVD-ROM-Ausgabe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die DVD-Rom bietet anschauliche Einblicke in das studentische Leben dieser Zeit, in die Probleme und Diskussionen an der Freiburger Hochschule, in die deutsche und europäische Universitätsgeschichte und in die politische und kulturelle Entwicklung der Bundesrepublik bis in die Studentenbewegung von 1968 ff. hinein.

Auf der DVD-Rom sind alle Hefte der FSZ im teils farbigen Original-Layout zu lesen; eine umfassende Suchfunktion macht nahezu 90% des Textes einschließlich der kommerziellen Anzeigen für eine Begriffssuche zugänglich. Darüber hinaus enthält die DVD-Rom zwei journalistische Überblicksartikel über die Entwicklung der FSZ, Erinnerungen damaliger RedakteurInnen und Autoren - unter ihnen bekannte Journalisten, WissenschaftlerInnen und Politiker - über besondere Ereignisse während ihrer Tätigkeit, sowie wissenschaftliche Analysen und Essays, die Themen aus dieser Übergangszeit von der nationalsozialistischen Diktatur in die westdeutsche Demokratie vertiefen und von einem Universitätsseminar über die FSZ berichten.

Preis: 15 EUR incl. Versand im Gebiet der BRD bei Direktbezug über das Archiv Soziale Bewegungen
Mail an: ArchivSozialeBewegungen@gmx.de
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Nai hanmer g'sait!

Wyhl CD-Rom Noch 1969 berichtet die Badische Zeitung ganz unaufgeregt von der Wiederaufnahme deutsch-schweizer Gespräche über eine mögliche Erwärmung des Rheinwasser, mit der zu rechnen sei, wenn die geplante "Perlenkette" von Kernkraftwerken rechts und links vom Oberrhein in Betrieb ginge. Eher beiläufig erfuhr der Leser, was in den Metropolen der Macht geplant wurde. Eine Allianz von Landesregierung, Energiekonzernen und Schwerindustrie hatte Großes vor. Vom Hochrhein bis zum Neckar sollte eine ganze Region in eine gigantische Industrieanlage verwandelt werden, die "Funktionen Wohnen und Erholung" sollten "in die Vorbergzone verlagert" werden (!). Größere Proteste blieben zunächst aus. Zwar formierte sich schon Mai 1972 grenzüberschreitender Unmut gegen das AKW Fessenheim (Dok.-Nr. 17587), doch die wenigen Demonstrationszüge machten keinen besonderen Eindruck bei den Regierenden. Obwohl immer mehr Informationen über das ganze Ausmaß der Bauvorhaben bekannt wurden, schien sich die breite Öffentlichkeit ob der kommenden Entwicklungen kaum zu beunruhigen. Zwar hatten sich im ganzen Dreyeckland Initiativen gegen die AKW-Pläne gebildet, doch schien deren unentwegter Aufklärungsarbeit bei den Betroffenen kaum auf Widerhall zu stoßen. Um so überraschter waren die administrativen Visionäre, als sich im September 1972 erster Widerstand gegen die Pläne der Regierenden und der Industrie formierte. Binnen kurzer Zeit entstand in der Peripherie eine Bewegung, die den Metropolen das Fürchten lehren sollte. Ein Bündnis von Stadt und Landbevölkerung, von deutschen, schweizer und französischen Staatsbürgern, von Feministinnen und Landfrauen, von "Winzern, Wissenschaftlern und Studenten" wehrte sich gegen das größenwahnsinnige Projekt eines "Ruhrgebiets am Oberrhein". Politisch-Ideologisch passte die Bewegung in keines der vertrauten Schemata, und als Organisation war dieses erste Netzwerk der Regionalgeschichte nicht zu fassen.

Am 23. Februar 2005 jährte sich zum 30. Mal der Tag, an dem in Wyhl der AKW-Bauplatz von 28.000 Demonstranten überschwemmt und die badenwürttembergische Landespolizei definitiv nach Hause geschickt wurde.

In den folgenden Jahren versuchten andernorts die überall aus dem Boden geschossenen Bürgerinitiativen die Erfolgsgeschichte des Wyhler Modells zu wiederholen, mit mehr oder weniger Erfolg, aber mit einem gewaltigen politischen Nachhall: Brokdorf, Grohnde, Kalkar, Gorleben, Zwentendorf, Malville - die Parole bei der ersten versuchten Platzbesetzung in Norddeutschland (Brokdorf, Oktober 1976) hieß: "Macht's wie in Wyhl!"

Daß Wyhl verhindert wurde, war jedoch keineswegs nur ein Akt der Verweigerung: aus dem Kampf gegen das AKW in Wyhl und das Bleichemiewerk in Marckolsheim entstand eine durchaus zukunftsorientierte Bewegung, ein "Neues Denken" in Politik, Wirtschaft, auch Landwirtschaft, Wissenschaft, Technik. Dieses Umdenken hat unsere Region in den letzten 30 Jahren geprägt und prägt sie immer noch.

Auf dieser CD-Rom finden sich Flugblätter, Broschüren, Zeitungsartikel, Plakate, Fotos Lieder, Radiosendungen und Filmausschnitte, die diese Bewegung von ihren Anfängen bis zur Platzbesetzung im Februar 1975 dokumentieren.
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Kein Tag ohne KTS!

Ein handgeschriebener Zettel der KTS-Ini lud zur ersten Kulturwoche aufs Vauban-Gelände. Die Besetzung des leerstehenden Kasernengebäudes Haus 11 beendete die jahrelange Suche nach einem Haus für ein autonomes Zentrum in Freiburg. Das AZ im Glacisweg war im Januar 1985 abgebrannt, das 'AZ im Exil' tauchte aus diesem nicht mehr auf. Mit einer Besetzung im März 1994 beginnt die Geschichte der KTS. Nach dem üblichen Ärger mit der Stadt und ihren immer besorgten Ämtern erkämpfte sich die KTS einen festen Platz in der Stadt. Nur wenige Wochen nach Räumung und Abriß von Haus 11 wurde mit Haus 34 das zweite Domizil gekapert. Hier entwickelte die KTS-Ini ein vielfältiges unkommerzielles Programm: Vorträge, Filme, Konzerte, Partys, Diskussionen ...

Nachdem auch Haus 34 dem Ökostadtteil Vauban weichen mußte und geschleift wurde, zog die KTS 1998, diesmal mit städtischem Segen, in ihr jetziges Haus an der Basler Straße. Seitdem bietet KTS dort in Café und Kneipe, in Konzert-, Vortrags-, Ausstellungs- und Proberäumen Politik und Kultur, die es ohne sie in Freiburg so nicht geben könnte. Ein Ort, der sich immer wieder selbst erfindet. Eine 'Institution', die nicht zum Apparat verkommen ist.

Die CD-ROM enthält eine Chronologie und zahllose Dokumente zur KTS-Geschichte. Ausgedruckt würde alles zusammen ein etwa 500-Seiten dickes Buch ergeben. Eine noch so umfangreiche Dokumentation ist aber weder frei von subjektiven Einflüssen (obwohl wir uns um Genauigkeit bemüht haben) noch kann sie vollständig sein. Für die CD haben wir uns auf Material und Ereignisse konzentriert, die unmittelbar mit dem KTS-Projekt als solchem zusammenhängen. Wer z.B. nach Veranstaltungen sucht, die in der KTS stattgefunden haben, sollte nach Hinweisen vor allem in den KTS-Programmen und den Koraktor-Heften forschen (die wir tatsächlich nahezu vollständig zusammentragen konnten). Besetzungen, Zeitungsartikel zur Haussuche oder Love & Hate Parade-Bilder usw. können über systematische Links oder Textsuche gefunden werden.

Daß die KTS ausgerechnet zu ihrem zehnjährigen Bestehen mal wieder gefährdet ist, ist bedauerlich. Wer sich aber die Geschichte der KTS genauer ansieht, wird kaum daran zweifeln, daß in diesem Projekt noch Energie für mindestens 876 Jahre steckt.

Erhältlich ist die CD direkt bei uns oder in der KTS, der Buchhandlung Jos Fritz und im Plattenladen Flight 13.
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Gleich wird's grün

Gleich wird's grün riefen die Demonstranten im Chor, als sie sich am 1. Februar 1968 zum Protest gegen höhere Straßenbahntarife an der Kreuzung am Bertoldsbrunnen versammelte. Sie standen auf dem Gehweg, bis die Ampel auf grün sprang. Dann gingen sie los und blieben bei rot auf der Straße stehen. Die Revolte lag durch den Vietnamkrieg und die Notstandsgesetze seit langem in der Luft. Mit den Blockaden wurde auch Freiburg von ihr erfaßt.

Das Archiv Soziale Bewegungen hat eine CD-ROM erstellt, die über 550 Dokumente zugänglich macht, die im Zusammenhang mit den Fahrpreisdemonstrationen stehen. Sie enthält Flugblätter, Fotos, Filme, städtische Akten und Interviews mit ehemaligen Akteuren.

Sie kann über den Buchhandel (ISBN 3-928013-26-2) oder direkt über das Archiv Soziale Bewegungen bezogen werden. Direktbesteller können das Bestellformular ausdrucken und uns als FAX schicken.
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AZ - was sonst?

CD-Cover Autonomes Zentrum Zum 20jährigen Jubiläum der Besetzung des AZ, haben wir eine CD-ROM erstellt, die die Geschichte des AZ dokumentiert.

Vor rund 20 Jahren, am 2. Oktober 1981, wurde in Freiburg im Glacis-Weg das Autonome Zentrum besetzt. Am 22. Januar 1985 brennt das AZ aus bis heute nicht geklärten Gründen ab. Dazwischen liegen gut vier Jahre mit Veranstaltungen, Konzerten, Festen, Demonstrationen, die sich denen, die dabei waren, unauslöschlich ins Gedächtnis geprägt haben.

Für diejenigen, die nicht dabei waren, ebenso wie für diejenigen, die sich gerührt an die alten Zeiten erinnern wollen, hat das Archiv Soziale Bewegungen eine Multimedia-CDROM erstellt, in der die Geschichte des AZ dokumentiert wird.

Die CD-ROM enthält eine Chronologie, Flugblätter, Plakate, Radiosendungen (im mp3-Format), Fotos, Videos (mpeg) und ist für alle Betriebssysteme geeignet.

Erhältlich ist die CD direkt bei uns oder in der Buchhandlung Jos Fritz und im Plattenladen Flight 13.

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Reprints

Den Blick auf größere Zusammenhänge zu richten unternahm die Reprint-Reihe des Archivs, die wegen finanzieller Nöte leider nicht fortgeführt werden konnte. In ihr gaben wir vergriffene Texte heraus, die die Geschichte und Aktualität sozialer Verhältnisse erhellen sollten. Die zwei Bücher, die in dieser Reihe beim Ça ira Verlag erschienen, sind Die schlechte Aufhebung des autoritären Charakters von Frank Böckelmann aus dem Jahre 1966 und Sexualität Natur Gesellschaft von Wilhelm Burian aus dem Jahre 1972.

Flüchtlingsarbeit und Antirassismus im Dreyeckland

Den Versuch, einen Überblick über die in der Region, d.h. im Dreyeckland agierenden Initiativen gegen die grassierende Xenophobie zu erzielen, starteten wir Anfang 1995 mit unserer Projektgruppe "Transit". Ziel war es, die verschiedenen Gruppen, deren Provenienz, Arbeitsweise und Rahmenbedingungen kennenzulernen und sodann der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Unterstützungen fanden wir bei unserem Vorhaben bei der Europäischen Union und bei der Stiftung Mitarbeit. Ihnen an dieser Stelle unser Dank. Anfang März 1997 endlich war es soweit: In den Händen hielten wir das erste Exemplar von Flüchtlingsarbeit und Antirassismus im Dreyeckland.
Rezension

Buch- und Schallplattenantiquariate im Dreyeckland

Eine neuere Frucht unserer publizistischen Bemühungen ist etwas aus der Art geschlagen. Dabei handelt es sich um einen Führer zu den Buch- und Schallplattenantiquariaten im Dreyeckland, der sich reger Nachfrage erfreut.
Rezension